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15 Jahre Fernmeldemuseum in Mühlhausen

Am 14.Oktober 2000 eröffnete der Fernmeldemuseum Mühlhausen e.V. auf dem Gelände der Deutschen Telekom AG in der Burgmühle ein technisches Museum. Ihre Aufgabe sahen die Vereinsmitglieder darin, vor allem zukünftigen Generationen zu vermitteln, wie man vor dem digitalen Zeitalter Nachrichten ausgetauscht hat.

Mit den vorhandenen Exponaten spannen sie den Bogen von den Telefonapparaten um 1885 und den Vermittlungsschränken
um 1900 bis zur Koordinatenschalter-Technik aus dem Jahr 1963.
Fernsprechapparate, Telefonanlagen, Vermittlungsstellen und Fernschreibgeräte sind überwiegend funktionsfähig und vermitteln ein Gefühl aus der Zeit als noch „gewählt“ und nicht „getastet“ wurde. Die Besucher erfahren nicht nur wie ein Fernschreiber funktioniert sondern auch, warum die Telefonistinnen der Post „Fräulein vom Amt“ genannt wurden.

Kamen in den ersten Jahren die Besucher vorwiegen zu den „Museumstagen“, so finden heute das ganze Jahr über Führungen durch die Ausstellung statt. Die Besucher kommen mittlerweile aus ganz Deutschland. Und auch aus den Niederlanden und Kuwait waren schon Besucher dabei.
Ganze „Telekommunikations-Techniker“ Generationen und Klassen treffen sich in Mühlhausen und wählen einen Besuch im Fernmelde-Museum als einen Höhepunkt. Die Beruflichen Schulen sind häufig zu Gast und die Senioren der Post erinnern sich an solchen Tagen gern an ihre Vergangenheit. Kürzlich haben Kinder der  KiTa “Pusteblume“ die Technik ausprobiert, die es vor dem Handy und dem Laptop gab.

Die Einrichtung hat nicht nur regionale Bedeutung, sondern ist über Mühlhausens Grenzen hinaus gefragt. Dazu haben die Ausstellungen im Thüringen Park, im Mühlhäuser Museum unter dem Titel „Ruf mich an, schreib mal wieder“, in der Sparkasse anlässlich  „120 Jahre Telefon in Mühlhausen“ und im Bad Langensalzaer Heimatmuseum unter der Überschrift
„110 Jahre Telefon in Bad Langensalza“ genau so beigetragen, wie die Mitwirkung in dem ZDF-3teiler “Die Wölfe“ und der MDR-Dokumentation „Fasse dich kurz – Telefonieren in der DDR“ (2007).

Auch die zwischenzeitlich vergriffene Broschüre „Das Post- und Fernmeldewesen im Unstrut-Hainich Kreis und im Eichsfeld“ aus dem Jahr 2007 hat erheblich zur Popularität beigetragen. 2011 konnten dann wieder in der Sparkasse in Mühlhausen und im Museum in Bad Langensalza eine Ausstellung unter dem Motto „150 Jahre Telegraphie“ gestaltet werden. Ein Jahr später wurde unter der Überschrift „125 Jahre Telefon in Mühlhausen“ zum Fernmeldemuseumstag eingeladen.

Der Museumstag wird auch 2015 wieder für eine Tauschbörse historischer Fernmeldetechnik genutzt.

In diesem Jahr findet der Museumstag am 10. Oktober in der Zeit von 10 bis 17 Uhr im Mühlhäuser Fernmeldemuseum statt.